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26.03.2015 | IREHA | Klinikprojekte

Die Diagnostik-Abteilung der Berolina Klinik stellt sich vor

Diagnostikteam Berolina Klinik

Vier Mitarbeiterinnen bilden das beruflich buntgemischte Team der Diagnostik. Wir sind für die Labortätigkeiten, die Funktionsdiagnostik, die psychol. Testdiagnostik und das Biofeedbacktraining zuständig. Unser Aufgabengebiet ist breit gefächert, was natürlich für viel Abwechslung im Berufsalltag sorgt. Das „M“ in der Bezeichnung MTA steht für „ Medizinisch“, welches hier in der Berolina Klinik auch charmant für „Multi“ stehen könnte – „Multi“- technische/r-Assistent/-in.
Die Laboruntersuchungen erfolgen -  wie es in Rehabilitationskliniken mittlerweile Usus ist - zum größten Teil extern. Wir bereiten die Blutproben für den Versand vor und pflegen die Daten in unsere Laborsoftware ein. Trotzdem besteht bei uns weiterhin eine Laboratmosphäre; dafür sorgen Zentrifuge, Brutschrank und Mikroskop. Die Urinuntersuchungen (Teststreifendiagnostik und Urinsediment), Bestimmung der BSG und Blutzucker-Sticks werden nach wie vor von uns durchgeführt.

Im Rahmen der psychologischen Testdiagnostik haben unsere Patienten die Möglichkeit, die sogenannten Befindlichkeits-Fragebögen (IRES und SCL) persönlich bei uns abzugeben. Über einen Termin in ihrer Patientenkarte können sie offene Fragen direkt klären. Dank einer geeigneten EDV-Software können wir die vielen Fragebögen sehr schnell verarbeiten bzw. auswerten und die Ergebnisse rasch an den Stationsarzt über unser Ärzte-Schreibprogramm weiterleiten.

Je nach Indikation und Verordnung über den Stationsarzt registrieren wir EKGs und auch EEGs, legen LZ-RR und LZ-EKG an und lassen unsere Patienten für die Lungenfunktionsprüfung kräftig pusten. Ins Schwitzen kommen sie beim Belastungs-EKG, da geht es häufig stark bergauf.

Seit einigen Jahren gehört das Biofeedback/Neurofeedback-Training zu unseren Tätigkeiten. Über Fortbildungen haben wir uns mit dieser Technik vertraut gemacht. Unsere Patienten bekommen über die Rückmeldung körperlicher Vorgänge Auskunft darüber, ob sie sich in einem angespannten oder entspannten Zustand befinden. Sie lernen, sich bewusst zu entspannen.

Der Konzentrationstest verlangt nicht nur den Patienten höchste Aufmerksamkeit ab. In den späten Nachmittagsstunden wird er auch für uns zur Herausforderung.

Wir sind auch in der Forschung unterstützend tätig. Durch die Zusammenarbeit mit dem internen Qualitätsmanagement haben wir über die Jahre hohe Kompetenzen in der Erstellung von maschinenlesbaren Fragebögen und deren Auswertung unter Beachtung datenschutzrechtlicher Standards erworben. Diese Erfahrungen wenden wir zunehmend in der klinischen Forschung in unserer Klinik an. Zurzeit läuft eine Studie mit 400 Teilnehmern – von der Ethik Kommission der TU Braunschweig und der gesetzlichen Rentenversicherung genehmigt – zur Thematik "Berufliche Motivation, Resilienz und Ich-Funktionen."

Unser Tagesplan ist straff organisiert, denn alle Patientinnen und Patienten erhalten eine ausreichend umfangreiche Diagnostik als eine wichtige Grundlage für eine individuelle Behandlung und Therapie.

Für Ärzte und Pflegekräfte sind wir stets erreichbar und stehen immer für die diagnostische Unterstützung, z. B. in Notfallsituationen zur Verfügung.

Im Vergleich zum Tätigkeitsbereich der Medizinisch-technischen Assistenten im Akut-Krankenhaus,  haben wir hier in der Rehabilitaionsklinik sehr viel mehr Kontakt zu den Patienten, was wir als sehr spannend und abwechslungsreich empfinden. Wir sehen den Patienten nicht nur „in vitro“.


Ines Steiner, Claudia Schäfer


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