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29.03.2017 | IREHA | News | Berolina Klinik | News

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – die Berolina Klinik brachte das Thema weiter voran und freut sich über eine erneute Bestätigung des Zertifikats

Marion Schwarze, Qualitätsmanagementbeauftragte Berolina Klinik

Bereits seit 2010 steht das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Berolina Klinik im Fokus des Personalmanagements. Am 15. März 2017 erhielt die Klinik zum zweiten Mal die Bestätigung des Zertifikats und steigt jetzt mit insgesamt 31 deutschen Arbeitgebern aus unterschiedlichsten Branchen, Institutionen und Hochschulen in die sogenannte Konsolidierungs-phase ein.

In der Pressemitteilung der berufundfamilie Service GmbH vom 22.03.2017 heißt es dazu:

„Das audit ist als mehrstufiges Verfahren angelegt, das auf eine wachsende Selbststeuerung des Themas Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben durch die Organisation abzielt. Nach der ersten Auditierung folgen im dreijährigen Turnus zwei Re-Auditierungen. Die erste Re-Auditierung verfolgt eine Vertiefung der Institutionalisierung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und Kultur. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Führung sowie Information und Kommunikation.

Zum zweiten Mal re-auditiert sind 31 Arbeitgeber, die damit zum dritten Mal das Zertifikat erhalten. Sie haben den Durchdringungsgrad der umgesetzten Maßnahmen in den Blick genommen, mittels Reviews den Rahmen und die Kultur der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik überprüft, die Ergebnisse der Unternehmensleitung gespiegelt und bei vorhandenen Handlungsbedarfen durch eine gezielte Vertiefung konkrete Lösungen erarbeitet.“

Ein gewisser Stolz auf das bisher Erreichte lässt sich nicht verhehlen. Es besteht mittlerweile ein umfangreiches Angebot für die Beschäftigten der Berolina Klinik, von hauseigenen Beratungsangeboten durch die Bereiche Sozialdienst, Ernährungsberatung, psychologischer Dienst und Pflege bis hin zur bestehenden Kooperation mit einer Kinder-Tageseinrichtung für die Betreuung von Kindern in planbaren Notsituationen sowie einem großen Spektrum an unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen. Besonders letzteres schafft eine hohe Arbeitgeberattraktivität und zeichnet die Berolina Klinik im Rahmen der Vereinbarkeit im Besonderen aus. 

In den einzelnen Auditphasen stellt die Berolina Klinik neben der Umsetzbarkeit unterschiedlichster Maßnahmen aber auch fest, dass es durchaus Grenzen der Vereinbarkeit in einem Unternehmen gibt. Nicht alles ist immer und für alle Mitarbeitenden möglich und nicht immer kann mit dem Verständnis aller Beschäftigten gerechnet werden. Wichtig ist dabei, die Grenzen offen zu kommunizieren und Entscheidungen zu begründen. 

Eine Maßnahme zur Verbesserung der Information und Kommunikation in der Berolina Klinik ist die 2015 eingeführte Durchführung von internen Workshops auf der Ebene der Führungskräfte sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unterschiedliche Themen werden gemeinsam diskutiert und reflektiert. Dazu gehören auch Führungsaufgaben unter dem Aspekt der Vereinbarkeit, wie Urlaubs- und Dienstplanung, Organisation von Vertretungsregelungen, Thematisierung des Themas Vereinbarkeit in Teamsitzungen usw. Ideen und Meinungen werden zusammengetragen, die unterschiedlichen Vorgehensweisen diskutiert und gemeinsam Lösungen für bestehende Probleme erarbeitet. Auf diese Weise unterstützen sich alle Beteiligten gegenseitig und es entstehen ganz automatisch eine offene Kommunikation und ein „Voneinander-Lernen“. Auch zukünftig sollen diese Workshops in der Berolina Klinik mindestens ein Mal jährlich angeboten werden.

„Wo Menschen miteinander schaffen, machen sie sich zu schaffen“ (Schulz von Thun). Auch das Thema „Konflikte“ findet in den Workshops seinen Platz. Im April 2016 erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Unterstützung eines Kollegen aus dem psychologischen Dienst gemeinsame Regeln zum Umgang in Konfliktsituationen, die nun die bestehenden Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit ergänzen.

Für die Weiterentwicklung von Vereinbarkeitsthemen ist das Feedback der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach wie vor von hoher Wichtigkeit. In den bisher durchgeführten Befragungen erhielt die Klinikleitung neben positiven Rückmeldungen immer auch Anstöße für Optimierungen und neue Maßnahmen, die zunächst in dem bestehenden Steuerungsgremium besprochen und anschließend der Klinikleitung vorgelegt werden. Eine nächste Abfrage erfolgt zu den Wünschen bzgl. gesundheitsfördernder Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Die Zielvereinbarung für die Konsolidierungsphase greift in den nächsten drei Umsetzungsjahren die bereits seit 2010 definierten Schwerpunkte auf. Die vereinbarten Ziele und Maßnahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die Handlungsfelder Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Information und Kommunikation, Führung und Personalentwicklung sowie Service für Familien.  


„Verbessere dich täglich, werde geschickter als gestern, geschickter als heute. Dies ist ein ewig währender Prozess.“ (Yamamoto Tsunetomo).

 

 Marion Schwarze, Berolina Klinik