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22.09.2017 | Berolina Klinik | Veranstaltungen | IREHA | Veranstaltungen

Rückblick Teil 1: Symposium und Festakt zum 35-jährigen Jubliäum der Berolina Klinik

- erfolgreiche Jahre mit einigen Turbulenzen, Teil 1

v.l. Chefarzt Psychosomatik Rolf Süllwold, Geschäftsführer Dieter Stelmaszek, beide Berolina Klinik, Andreas Petermann, DRV Bund, Helke Nolte-Ernsting, Stadt Bad Oeynhausen, Prof. Marc Ziegenbein, Klinikum Wahrendorff, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Gerhard Schmid-Ott, Chefarzt VMO Kai Lorenz, beide Berolina Klinik, Georg Busse, Stadt Löhne
Begrüßung durch Geschäftsführer Dieter Stelmaszek
Grußworte von Andrea Petermann, DRV Bund
Auditorium

Die letzten Tage des Juni standen ganz im Zeichen von zwei Jubiläen. Zum einem des
Symposiums 2017, eine Veranstaltung, die zum 10. Mal vom Rehabilitationszentrum Bad Salzuflen, der Abteilung Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Berolina Klinik gemeinsam durchgeführt wurde, immer alternierend in Bad Salzuflen oder Löhne/Bad Oeynhausen. Zum anderem des Festaktes anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Berolina Klinik, der morgens gemeinsam mit Gästen und Mitarbeitern gefeiert wurde.

In seiner Begrüßung ließ Herr Dieter Stelmaszek, Geschäftsführer Berolina Klinik, die letzten Jahre Revue passieren. Zum Start im Herbst 1981 konzipierte und errichtete Firmengründer Hermann Lielje gemeinsam mit der damaligen BfA, heutigen DRV Bund, eine Klinik mit 200 Betten für degenerative Erkrankungen am Bewegungsapparat, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie Erkrankungen mit psychosomatischen Verlaufsformen. Im Jahr 1996, dem großen Krisenjahr in der Rehabilitationsbranche bedingt durch das Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz, wurde die Berolina Klinik mit durchschnittlich 60 % Belegung zum Problemfall und zum Schlusslicht der Lielje Gruppe.

Nach zehn schwierigen Jahren kam in 2006 die Wende. Gemeinsam mit der Rehabilitationsabteilung und dem Ärztlichen Dienst der DRV Bund (damals noch BfA) konnte die Neustrukturierung der Berolina Klinik in eine psychosomatische Abteilung mit 120 Betten und eine Abteilung für verhaltensmedizinische Orthopädie, kurz VMO, mit 74 Betten erreicht werden. Herr Professor Dr. Schmid-Ott übernahm gemeinsam mit Herrn Süllwold die Leitung der psychosomatischen, Herr Lorenz die Leitung der verhaltensmedizinisch-orthopädischen Abteilung. "Seitdem sind wir voll belegt und das wird in absehbarer Zeit auch so bleiben", stellte Dieter Stelmaszek fest.

Im Mai 2009 wurde die Berolina Klinik um das Veranstaltungszentrum sowie um das ehemalige Relexa-Hotel auf insgesamt 281 Betten erweitert. Die psychosomatische Abteilung umfasst heute 181 Betten, die VMO-Abteilung 100 Betten..

Mit der Neuausrichtung und der darauffolgenden Erweiterung der Berolina Klinik brachen bessere Zeiten an, die zum Glück bis zum heutigen Tage anhalten. Geschäftsführer Dieter Stelmaszek sieht einen Erfolgsfaktor in der positiv verlässlichen Kooperation mit der DRV Bund, die "ihrer Strukturverantwortung voll gerecht geworden ist und bereit war, die Klinik dem Wandel am Rehabilitationsmarkt anzupassen und neue zukunftsorientierte Indikationen vorzuhalten", bedankte sich Dieter Stelmaszek in seiner Begrüßungsrede bei dem federführenden Beleger DRV Bund.

In den letzten Jahren wurden die medizinischen Konzepte der Klinik u. a. ergänzt durch
die Medizinisch-Beruflich-Orientierte Rehabilitation (MBOR), den Ausbau der Kopfschmerz- und Migräneabteilung, die Rehabilitation für pflegende Angehörige, das Präventionsangebot GUSI sowie um den Ausbau der ambulanten Rehabilitation und der IRENA-Nachsorge. Auch weitere Belegungsträger konnten für die Berolina Klinik hinzugewonnen werden.
Die knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute in der Berolina Klinik beschäftigt sind, stellen ein weiteres Erfolgsgeheimnis der Klinik dar. "Viele sind schon sehr lange dabei, manche sogar von der ersten Stunde an. Die Beschäftigten sind das größte Kapital dieser Klinik. Ihnen allen für Ihre engagierte Arbeit zu danken, erfüllt mich heute mit besonderer Freude", stellte Dieter Stelmaszek abschließend fest.

Andreas Petermann, Dezernatsleiter des Hauptbelegungsträgers DRV Bund, attestierte in seinem Grußwort der Berolina Klinik eine sehr gute Arbeit. Von der Gründung als "Kurklinik" im Jahr 1981 über die Krisenjahre ab 1996 mit dem Tiefpunkt der Klinikschließung zum Jahreswechsel 2003/2004 bis zum heutigen Tag habe sich die Klinik erfolgreich "durch alle Klippen geschifft."  Der Mittelpunkt aller Leistungen sei es, den Menschen die Teilhabe am beruflichen Leben zu erhalten bzw. wieder zu ermöglichen. Diesem Anspruch werde die Berolina Klinik voll gerecht.

Der höchst informative Festvortrag von Herrn Prof. Dr. med. Marc Ziegenbein, Chefarzt der Psychiatrie im Klinikum Wahrendorff, beschäftigte sich mit der „Behandlung psychischer Störungen in Akut- und Rehabilitationskliniken unter besonderer Berücksichtigung des Selbsthilfeaspekts“. "Bei allem, was wir tun, muss es immer um die Frage gehen, was will der Patient?", betonte Prof. Dr. Ziegenbein, mit dem Prof. Dr. Gerhard Schmid-Ott, Ärztlicher Direktor der Berolina Klinik, durch jahrelange medizinische Kooperationen verbunden ist.
In sehr unterhaltsamer Form berichtete Prof. Dr. Ziegenbein aus seinem großen Erfahrungsschatz. Für ihn hängt der Erfolg einer Therapie ganz wesentlich vom Verhältnis Patient - Therapeut ab und eine disziplinübergreifende Behandlung sei zwingend notwendig, denn ca. 50 % der an Depressionen erkrankten Patienten leiden zusätzlich an somatischen Erkrankungen. Er beleuchtete in seinem Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe und anschließend weitere Therapiemöglichkeiten. So sei "Sport bzw. körperliche Aktivität mit seiner mehrdimensionalen Wirkung als eine Art Antidepressivum zu bezeichnen, aber es ist kein Allheilmittel und immer sollte der Spaßfaktor im Vordergrund stehen, um Überbelastungen zu vermeiden."

Nach der anschließenden Mittagspause mit einem opulenten Festbuffet, startete das Symposium, denn die Arbeit an der Zukunftsgestaltung der Rehabilitation sollte auch an diesem Jubiläumstag einen zumindest gleichberechtigten Raum einnehmen. Bitte beachten Sie "Rückblick Teil 2".