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03.02.2015 | Berolina Klinik | News

Politiker besuchen die Berolina Klinik

SPD-Delegation informiert sich über das psychosomatische Leistungsangebot der Berolina Klinik

Die Zahl psychischer Erkrankungen (Depression, Mobbing, Burnout) steigt stetig. Dies beeinflusst wiederum die Zahlen der Arbeitsunfähigkeitstage und die Beantragungen von Frührente. Welche Auswirkungen hat das auf die Lebenssituationen der Menschen? Welche Auswege und Hilfestellungen gibt es? Die psychischen Belastungen von Pflegepersonen werden derzeit vielfach diskutiert - Stichwort "Pflegeverstärkungsgesetz 1" - für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit für Personen mit zu pflegenden Angehörigen - welche Möglichkeiten bieten Kliniken mit stationären und ambulanten Angeboten?
Dies sind nur einige Fragestellungen im Vorfeld des Informationsbesuches der SPD-Delegation in der Berolina Klinik.
Herr Johannes Hüpel, Kfm. Direktor der Berolina Klinik, stellte im Rahmen der Begrüßung die Entwicklungsgeschichte der Berolina Klinik dar.
Herr Prof. Dr. med. Gerhard Schmid-Ott, Ärztlicher Direktor, erläuterte zunächst die gravierenden Unterschiede der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im Vergleich zu den somatischen (körperlichen) Erkrankungen. So dauere es z. B. bei psychischen/psychosomatischen Krankheiten im Durchschnitt sieben Jahre vom Auftreten der Krankheit bis zum Klinikaufenthalt. Die strategischen Aktivitäten der Klinik, u. a. Symposien und Projekte der Versorgungsforschung sowie die Besonderheiten, z. B. mehr als 17 thematisch unterschiedliche Therapiegruppen, die Schwerpunktsetzung auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die nicht nur „die Berücksichtigung von Erziehungs- sondern auch die Pflegetätigkeit, Stichwort Elder Care, umfasst“ konstatierte Herr Prof. Dr. Schmid-Ott anschließend.
Herr Rolf Süllwold, Chefarzt Psychosomatik der Berolina Klinik, referierte, ausgehend von der Definition "Stress", den Stresssymptomen, wie Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Verspannungen und Rückenschmerzen, über das Behandlungs- und Therapieangebot der Berolina Klinik. Die Patientinnen und Patienten sollen in ihrem Rehabilitationsaufenthalt, der durchschnittlich 38 Tage dauert, Ressourcen und Fähigkeiten erlernen und auch unter Anleitung üben, um die Anforderungen in Beruf und Familie wieder bewältigen zu können.
Frau Suzanne Morshuis, Ltde. Oberärztin, stellte die unterschiedlichen Krankheitsbilder und die entsprechenden Therapiegruppen vor. Sie erläuterte, dass „die Ziele des Rehabilitationsaufenthaltes realistisch formuliert werden müssen, um die Motivation durch Erfolgserlebnisse zu steigern und Frustrationen zu vermeiden“.
In der abschließenden Gesprächsrunde wurden generelle Themen wie "Wer ist der Kostenträger des Rehabilitationsaufenthaltes?, Wie hoch ist die Ablehnquote von Reha-Anträgen" aber auch Einzelthemen, wie "Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen" oder „Change is Pain“, d. h. die besonderen Anforderungen, Verhaltensänderungen langfristig beizubehalten, diskutiert.