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13.12.2016 | Berolina Klinik | Berolina Klinik | News

Die Berolina Klinik wurde als "Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik" ausgezeichnet

Verleihung des Zertifikats durch das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen

V.l. Rolf Süllwold, Berolina Klinik, Gordana Milutinovic, Berolina Klinik, Zoltan Medgyessy, Berolina Klinik, Thomas Volkening, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford, Antje Liesener, Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit u. Patientenorientierung i. Gesundheitswesen, Kai Lorenz, Berolina Klinik, Iris Busse, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford, Dieter Stelmaszek, Berolina Klinik, Prof. Scott Stock Gissendanner, ehem. Berolina Klinik jetzt IEGUS, Patrik Kasparak, BKK HMR, Verena Linnenkamp, Berolina Klinik.
Dieter Stelmaszek, Geschäftsführer Berolina Klinik
Thomas Volkening, Geschäftsführer Parisozial Minden-Lübbecke/Herford
Prof. Scott Stock Gissendanner, ehem. Selbsthilfebeauftragter der Berolina Klinik jetzt IEGUS
Iris Busse, Selbsthilfekontaktstelle Minden-Lübbecke und Paritätisches Selbsthilfebüro Herford
Antje Liesener, Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen
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v.l. Prof. Scott Stock Gissendanner, ehem. Selbsthilfebeauftragter der Berolina Klinik jetzt IEGUS, Katrin Steinmann Selbsthilfegruppe Sonnenblume, Gerhard Wöhrmann ANgst SElbsthilfe Bad Oeynhausen – ANSEBO

Die Zusammenarbeit mit der "Selbsthilfe"  hat in der Berolina Klinik eine lange Vorgeschichte.
Auf der Ebene der Ärztlichen Leitung gibt es eine langjährige Zusammenarbeit. Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Gerhard Schmid-Ott ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Psoriasis Bunds und der Leitende Oberarzt Dr. Zoltan Medgyessy arbeitet seit vielen Jahren mit der  MigräneLiga
e. V. zusammen. Der Sozialdienst berät schon immer in Sachen Selbsthilfe und unterstützt Rehabilitandinnen und Rehabilitanden bei der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe zu Hause nach der Rehabilitation.

Die bisherigen Verbindungen waren bundesweit ausgerichtet, da die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der Berolina Klinik aus allen Teilen Deutschlands kommen. In 2012 wuchs der Wunsch, das lokale Engagement deutlich zu verstärken. Im Juli 2012 fand ein erstes Treffen für Betroffene, Angehörige und Fachleute zum offenen Austausch über Unterstützungsmöglichkeiten bei depressiven Erkrankungen statt. Die Veranstaltung wurde von der Berolina Klinik gemeinsam mit dem Selbsthilfe-Büro Kreis Herford und den Paritätischen Selbsthilfe-Kontaktstellen der Kreise Lippe und Minden-Lübbecke organisiert. Bei 100 Teilnehmern entstand der Entschluss, einen Arbeitskreis gegen Depression zu gründen.

Aus diesen Aktivitäten kam die Idee, dem Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ beizutreten und deren Auszeichnung „Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik“ anzustreben. Am 24. September 2015 richtete die Berolina Klinik eine öffentliche Auftaktveranstaltung aus, parallel dazu wurde ein „Qualitätszirkel“ gebildet. Im Qualitätszirkel waren Selbsthilfe-Aktive aus der Region: zehn Vertreter/Innen von regionalen Selbsthilfegruppen (SHGen) für Menschen mit Krankheitsbildern, die den in der Berolina Klinik behandelten ähnlich sind.

Im Einzelnen wirkten mit:

  • Licht am Horizont- Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen mit Depressionen und Ängsten
  • SHG Gesprächskreis Lebensfreude - Selbsthilfegruppe zur Alltagsbewältigung von Depressionen, Burnout, Angststörungen
  • SHG ANIMA
  • SHG Migräne, Herford
  • AN-SE-BO - ANgst SElbsthilfe, Bad Oeynhausen
  • SHG Sonnenblume, Lippe
  • SHG Schmerzhilfe, Herford/Bad Salzuflen 
  • und als assoziierte Partner die Schizophrenie SHG, die sich damals in den Räumen der Berolina Klinik traf.

Kurz danach wurden in vier Qualitätszirkel-Treffen Maßnahmen in den fünf geforderten Qualitätskriterien auf Grundlage des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act-Zyklus nach Deming) im Dialog zwischen Klinik und Selbsthilfepartnern aus der Region erarbeitet.

Die fünf Qualitätskriterien lauten wie folgt: 

  1. Selbstdarstellung der regionalen Selbsthilfe wird ermöglicht
  2. Auf Teilnahmemöglichkeit wird klinikintern hingewiesen.
  3. Ein Ansprechpartner/-in ist benannt: Ein „Kümmerer“.
  4. Zum Thema Selbsthilfe wird qualifiziert
  5. Die Kooperation zwischen Klinik und Selbsthilfe ist verlässlich gestaltet

Am 30. Mai 2016 konnte dieser Teil der Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden. Im Rahmen einer Selbstbewertung durch die Selbsthilfeaktiven wurden die circa 35 konkreten Maßnahmen mit einem positiven Gesamtergebnis bewertet.

Anfang Dezember wurde zur offiziellen Feierstunde geladen. Dieter Stelmaszek, Geschäftsführer Berolina Klinik, bedankte sich bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Qualitätszirkels, bei den Referentinnen und Referenten: Iris Busse, Selbsthilfekontaktstelle Minden-Lübbecke und des Paritätischen Selbsthilfe-Büros Herford, Antje Liesener, Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen, Thomas Volkening, Geschäftsführer PariSozial Minden-Lübbecke/Herford, und Prof. Stock Gissendanner, ehemaliger Selbsthilfebeauftragter der Berolina Klinik und bei der BKK Herford-Minden-Ravensberg, vertreten durch Patrick Kasparak, und bei der Barmer GEK, die das Projekt mit finanziert haben. Herr Stelmaszek freute sich ganz besonders, da die Berolina Klinik bundesweit erst die sechste Rehabilitationsklinik ist, die eine solche Auszeichnung bekommen
hat. Er schloss sein Grußwort mit einer klaren Aussage ab: "Wenn Selbsthilfegruppen in der Berolina Klinik tagen möchten, um gleichzeitig die Klinik kennenzulernen, sind sie jederzeit herzlich willkommen." 

Ein bedeutender Anfang ist gemacht - wie Prof. Stock Gissendanner, ehem. Selbsthilfebeauftragter der Berolina Klinik, jetzt IEGUS, so treffend formulierte, "der Schneeball ist in`s Rollen gekommen und wird sich stetig vergrößern."